Shame on EU – Demonstration in Halle2 Minuten Lesezeit

Am 20.November fand in Halle (Saale) eine Demonstration gegen die Abschottungspolitik
der EU statt. Unter dem Motto „Shame on EU“ versammelten sich über 250 Menschen auf
dem Steintor und zogen anschließend durch die Innenstadt.
Aufgerufen hatten die Seebrücke Halle und die Aktivistische Jugend Halle.

Bild: LZO
„Menschenrechte sind #unverhandelbar“ ist auf einem Banner der Seebrücke zu lesen

Anlass für die Organisator*innen war die aktuelle Situation an der EU-Außengrenze Polen zu
Belarus. In der dortigen Grenzzone müssen aktuell tausende Geflüchtete ausharren, da sie
von den polnischen Grenzbehörden aufgehalten werden.
Es wurde eine Sperrzone eingerichtet, in die nicht einmal Medien und Helfer*innen Zutritt
bekommen.

Bild: LZO

Ohne ausreichende medizinische Versorgung sind die Geflüchteten Minusgraden,
Krankheiten und illegalen Pushbacks ausgeliefert. Mindestens 13 Menschen sind bereits
gestorben, zahlreiche sind verletzt.
Während der Demonstration berichteten Betroffene von der Grenze, die Reaktionen der
Gesellschaft und der Politik wurde kritisiert.

Bild: LZO

Die Teilnehmer*innen forderten die Aufnahme der Geflüchteten und sofortige humanitäre
Hilfe. Außerdem müsse der rassistische Grundkonsens der Gesellschaft gebrochen werden.
Neben der Seebrücke Halle und der Aktivistischen Jugend Halle hatten sich ebenfalls die
Seebrücke Leipzig, Amnesty Halle, der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, Aktivist*innen aus
Merseburg und Leipzig, sowie die Partei „Die Linke“ angeschlossen.

LZO Redaktion

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