Protest gegen Kundgebung der AfD4 Minuten Lesezeit

Am 29. April fand in Erfurt eine Demonstration der AfD statt. Alice Weidel und Björn Höcke waren als prominente Redner*innen angekündigt. Das antifaschistische Bündnis „Auf die Plätze“ rief zum Protest gegen die rechte Versammlung auf.

Die AfD-Thüringen führte einen Aufzug von der Staatskanzlei bis zum Theaterplatz durch. Dort fand dann eine Kundgebung statt, auf der die aktuellen Krisen durch die Rechten instrumentalisiert wurden. Die Preissteigerungen, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Kriminalität, ein angeblich drohender Blackout und auch Migration wurden thematisiert, um dann einfache Lösungen zu propagieren und Hass zu verbreiten. Unter der Motto „Zukunft für Deutschland“ wollten die prominenten AfD-Politiker*innen ihre Angst-Politik verbreiten.

Bild: Rio Turner

Dem rassistischen, pro-russischen und LGBTQ-feindlichen Aufruf setzten sich die Antifaschist*innen ab 15 Uhr entgegen. Am Hauptbahnhof startete und endete eine Demonstration, die zweimal an der Demonstration der AfD vorbeiführte. So konnten die Gegendemonstrant*innen ihren Unmut über die rechte Versammlung in Hör- und Sichtweite auf die Straße tragen.

Insgesamt schlossen sich laut Organisator*innen 2000 Menschen dem antifaschistischen Gegenprotest an, weit mehr Menschen als bei der Kundgebung der AfD. Immer wieder riefen die Teilnehmer*innen Parolen gegen die AfD und rechte Hetze. Unter anderem hallte die Parole „Ganz Erfurt hasst die AfD“ durch die Straßen. Am Theater hing ein großes Regenbogen-Banner, womit sich das Theater solidarisch mit dem Protest gegen die AfD zeigte.
Die AfD-Kundgebung wurde aufgrund der vielen Gegendemonstrant*innen teilweise komplett übertönt. Wegen der Vorwurfs der Vermummung fand eine polizeiliche Maßnahme statt. Außerdem wurde ein Journalist von Teilnehmern der rechten Demonstration angegriffen. Durch die Security konnte Schlimmeres verhindert werden.

Rio Turner

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