Jahresrückblick 202220 Minuten Lesezeit

Für unser Kollektiv junger Journalist*innen geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Wir haben uns in „LZO Media“ umbenannt und seitdem unsere Website verbessert und neugestaltet.
Unsere Arbeit bestand weiterhin hauptsächlich aus der Begleitung von zahlreichen Protesten und Demonstrationen, durch das 9-Euro-Ticket konnten wir unsere Berichterstattung auf andere Bundesländer ausgeweiten.
Neben regelmäßiger Begleitung rechter Mobilisierungen berichteten wir von Protesten der Klimabewegung und verschiedenen linken Demonstrationen.

Januar

Gedenken an Oury Jalloh

Am 07. Januar versammelten sich über 2000 Menschen zu einer Demonstration im Gedenken an den Mord an Oury Jalloh. Aus ganz Deutschland waren Teilnehmer*innen für den Protest angereist (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Aufmarsch von Neonazis und antifaschistischer Gegenprotest in Magdeburg

Am Vorabend des Neonazi Aufmarsches versammelten sich hunderte Antifaschist*innen in Magdeburg zu einer Demonstration unter anderem gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Politik. Teilnehmer*innen zündeten mehrfach Pyrotechnik.

Bild: LZO

Am 22. Januar zogen etwa 200 Neonazis anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Magdeburgs durch die Stadt. Zahlreiche Gegenproteste begleiteten den Aufmarsch. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und setzte mehrfach Pfefferspray gegen Antifaschist*innen ein (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Februar

Demonstration nach Hausdurchsuchungen in Leipzig-Connewitz

Am 04. Februar zogen 500 Antifaschist*innen lautstark durch Leipzig-Connewitz. Anlass waren Hausdurchsuchungen bei Linksradikalen. Teilnehmer*innen zündeten Pyrotechnik und Böller (Ganzer Beitrag).

Neonazi Aufmarsch in Dresden

Anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens versammelten sich am 13. Februar hunderte Neonazis (Ganzer Beitrag).

Bild: Gregor Wünsch

Angriff auf Journalist*innen in Dresden-Laubegast

Gemeinsam mit Journalist*innen von „vue critique“ und „pixel Roulette“ wollten wir von einer nicht angemeldeten Querdenken-Demonstration im Dresdner Stadtteil Laubegast berichten. Die Stimmung vor Ort war extrem aggressiv. Als wir bereits den Rückzug antreten wollten, wurden wir von teils bekannten Neonazis angegriffen und über mehrere hundert Meter verfolgt. Es kam zu Tritten, Schlägen mit einem Fahrradschloss und eine Kamera wurde zerstört.

März

Feministische Demonstration zum 8. März

Unter dem Motto „Feminismus ist für alle gut“ zog am 8. März eine Demonstration zum „Feministischen Kampftag“ mit über 650 Menschen durch Halle (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

April

„Antifaschistischer Frühjahrsputz“ in Leipzig-Stötteritz

Unter dem Motto „Kein Viertel für Nazis: Stötteritz bleibt bunt!“ zogen am 23. April etwa 600 Personen durch den Stadtteil im Leipziger Osten (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

„Fundis abtreiben“ – keine Bühne für christliche Fundamentalist*innen

Am 30. April fand in Leipzig die Eröffnung der jährlich stattfindenden „Woche für das Leben“ statt. Am feministischen Gegenprotest beteiligten sich hunderte Menschen (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Mai

1. Mai in Leipzig

Anlässlich des Internationalen Arbeiter*innenkampftags fanden in zahlreichen Städten Demonstrationen gegen das kapitalistische System, gegen soziale Ungerechtigkeit und für bessere Arbeitsbedingungen statt. Auch in Leipzig wurden mehrere Demonstrationen organisiert (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Juni

Tag der Jugend – „Zukunft erkämpfen!“

Am 1. Juni, dem Internationalen Kindertag, versammelten sich hunderte Menschen zur Demonstration unter dem Motto „Zukunft erkämpfen“, zu der die Jugendgruppe „Fight for Your Future“ aufgerufen hatte (Ganzer Beitrag).

Proteste gegen den Gipfel der G7 in München und Garmisch-Partenkirchen

Anlässlich des G7 Gipfels auf Schloss Elmau fand am Samstag, den 25. Juni, eine Großdemonstration in München statt. Zahlreiche NGOs, Klimagerechtigkeitsgruppen und antikapitalistische Gruppen hatten zum Protest aufgerufen (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Während sich die Regierungschefs der sieben wirtschaftsstärksten Nationen der Welt im Schloss Elmau am 26. Juni das erste Mal trafen, versammelten sich mehr als 1000 Menschen zu einer Demonstration gegen das Treffen im benachbarten Garmisch-Partenkirchen (Ganzer Beitrag).

August

Gedenken an das Pogrom – Lichtenhagen 1992

Am 27. August zogen tausende Menschen im Gedenken an das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen vor 30 Jahren durch Rostock. Sie gingen unter dem Motto „Erinnern heißt verändern“ gegen institutionellen Rassismus und rechte Gewalt auf die Straße. In verschiedenen Blöcken schlossen sich zahlreiche Organisationen und linke Gruppen der bundesweiten Demonstration an. Teilnehmer*innen waren teils aus dem gesamten Bundesgebiet angereist (Ganzer Beitrag).

September

Antifaschistische Vorabenddemonstration vor Neonazi Aufmarsch in Magdeburg

Am 02. September zogen etwa 150 Antifaschist*innen als antifaschistische Vorabenddemonstration vor einem Neonazi Aufmarsch der Kleinpartei „Neue Stärke“ lautstark durch Magdeburg. 
Zahlreiche Polizeikräfte begleiteten den Aufzug, darunter die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Polizei Sachsen-Anhalt und zusätzlich dazu zeitweise die BFE der Bundespolizei (Ganzer Beitrag).

Klimaaktivist*innen blockieren das Kohlekraftwerk Jänschwalde

Am 19. September blockierten etwa 40 Aktivist*innen der Aktionsgruppe „Unfreiwillige Feuerwehr“ unter dem Motto „Jänschwalde ausschalten“ das Kohlekraftwerk Jänschwalde an drei verschiedenen Aktionsorten (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Oktober

„Jetzt Reicht’s“ – Für eine solidarische Politik in der Energiepreis- und Inflationskrise

Angesichts der Energiekrise und der zunehmenden Preissteigerungen demonstrierte das Bündnis „Jetzt Reicht’s“ in Leipzig für soziale Gerechtigkeit (Ganzer Beitrag).

November

11. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU

Am 05. November fand in Zwickau eine Demonstration zum 11. Jahrestag der Sebstenttarnung des NSU statt. Unter dem Motto „Kein Wegschauen – Kein Vergessen“ ging es mit drei Zwischenkundgebungen durch Zwickau (Ganzer Beitrag).

„Deutschland zuerst!“ – rechte Demonstration in Erfurt

Am 12. November fand in Erfurt eine Großdemonstration von extremen Rechten unter dem Motto „Deutschland zuerst“ statt. Unterschiedliche Akteur*innen der Szene hatten zum Protest aufgerufen. Darunter unter anderem die „Freien Sachsen“, „Freies Thüringen“, das „Compact-Magazin“ und die AfD (Ganzer Beitrag).

„No Compact“ – Gegenprotest verhindert rechten Aufmarsch

Am 26. November wollte das extrem rechte Compact-Magazin eine Demonstration unter dem Motto „Ami go home“ in Leipzig durchführen. Mehrere Sitzblockaden des antifaschistischen Gegenprotests stoppten den rechten Aufzug nach wenigen hundert Metern (Ganzer Beitrag).

Dezember

„Geschlechtergeschichte bleibt!“ – Hörsaalbesetzung in Jena

Am 30. November besetzten Aktivist*innen einen Hörsaal der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Grund dafür war das angekündigte Ende des in Deutschland einzigartigen Lehrstuhls  „Geschlechtergeschichte“ (Ganzer Beitrag).

Bild: LZO

Kurz vor dem Abgrund – Klimaprotest in Lützerath

Lützerath, ein von Klimaaktivist*innen besetztes Dorf, soll im Januar durch die Polizei geräumt werden. Was wollen die Aktivist*innen? Was sind die Hintergründe des Protests?
Um diese Fragen zu beantworten, besuchten wir Lützerath und sprachen mit einigen Besetzer*innen (Ganzer Beitrag).

Demonstration gegen Polizeigewalt und rechte Netzwerke in Sicherheitsbehörden

Die neu gegründete Gruppe „Undogmatische Antifa Leipzig“ rief für den 13.12. zu einer Demonstration in Leipzig auf. Zum sogenannten „ACAB-Day“ versammelten sich laut Polizei 450 Personen am Johannisplatz, um anschließend in zwei Blöcken zum Connewitzer Kreuz zu ziehen (Ganzer Beitrag).

Vielen Dank an alle Menschen, die uns regelmäßig unterstützen! Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück, das so nur mit der Hilfe von zahlreichen Menschen möglich war, egal ob zum Beispiel finanzielle Unterstützung oder Presseschutz.
Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr dies hier tun.
Wir sind auch weiterhin für Anregungen, Kritik oder Anfragen unter kontakt[at]lzo-media[dot]de erreichbar.

LZO Redaktion

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