Hausdurchsuchung in Connewitz2 Minuten Lesezeit

Im Leipziger Stadtteil Connewitz durchsuchen vermummte Polizist*innen seit dem Vormittag eine Wohnung in der Brandstraße. Laut Augenzeug*innen und Berichten auf Twitter wurde zuvor ein Mann am Hauptbahnhof von zahlreichen Polizeikräften festgenommen.
Die Polizei ist im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft im Einsatz.

Bild: Ferdinand Uhl

Laut Generalbundesanwaltschaft Karlsruhe richten sich die Ermittlungen gegen eine Person, der die Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird. Der Fall soll in Verbindung zum sogenannten „Antifa Ost“-Verfahren stehen.
Nach knapp 100 Verhandlungstagen wurden Lina E. und weitere Beschuldigte nach Anklage der Generalbundesanwaltschaft zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, woraufhin zahlreiche Proteste stattfanden (LZO berichtete).
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Verteidigung und Bundesanwaltschaft haben Revision eingelegt.

Zur Unterstützung des Betroffenen fanden sich etwa 50 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung unter dem Motto „Unsere Solidarität gegen ihre Repression“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite des durchsuchten Hauses zusammen. Die Teilnehmer*innen spielten unter anderem laute Musik und hatten Pavillons als Sonnenschutz aufgebaut.

Bild: Ferdinand Uhl

Für den Abend wurde eine Demonstration gegen die „Kriminalisierung von Antifaschismus“ angekündigt. Verschiedene linke Gruppen haben dazu aufgerufen, sich ab 20 Uhr am Herderpark zu versammeln, um sich solidarisch mit der betroffenen Person zu zeigen. „Wir verurteilen die erneute und dauerhafte Kriminalisierung von Antifaschismus und wollen heute Abend Solidarität mit den Betroffenen zeigen“, heißt es im Aufruf, der auf verschiedenen Plattformen und von unterschiedlichen Gruppen geteilt wurde.

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