Der 1. Mai in Leipzig7 Minuten Lesezeit

„Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“

Um 15 Uhr versammelten sich zahlreiche Menschen am Südplatz zur 1. Mai-Demonstration, zu der zahlreiche Gruppen verschiedener Spektren aufgerufen hatten. Im Vorfeld hatte es innerhalb der linken Szene große Diskussionen um die Demonstration gegeben. Sowohl „Aktion Antifa Leipzig“, die „Anarchistischen Tage Leipzig“ als auch „Fridays for Future Leipzig“ distanzierten sich von einigen Organisationen, die Teil des Bündnisses sind, beteiligten sich jedoch trotzdem an der Demonstration.

Der Aufzug lief in drei Blöcken vom Südplatz in die Innenstadt und endete am Rabet, wo ein Parkfest als Abschluss stattfand. An der Spitze der Demonstration formierte sich der internationalistische Block, dem sich unter anderem auch zahlreiche kurdische Aktivist*innen anschlossen. Danach folgte der sozialistische Block und anschließend der antiautoritäre. Im antiautoritären Block kam es zum mehrfachem Einsatz von Rauchtöpfen und Bengalos. An der Dimitroffwache stoppte die Polizei kurzzeitig die Demonstration, angeblich wegen Vermummung innerhalb der Demonstration.

Nach wenigen Minuten durfte die Demonstration dann weiterziehen. Als der Aufzug am Augustusplatz vorbeilief, spaltete sich ein Teil aus der Demonstration, vor allem aus dem antiautoritären Block, ab und lief zum Gegenprotest vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ über oder blockierte teils noch den Ring. Der Rest der Demonstration lief weiter zur Endkundgebung.

Gegenprotest verhindert rechten Aufmarsch

Für den 1. Mai rief die „Patriotische Stimme für Deutschland“ in Leipzig zur Demonstration auf. Diese sollte am Augustusplatz starten. Versammlungsleiter der Rechten Demonstration war Ex-NPDler Volker Beiser. Vor Ort hatte das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ zum Gegenprotest mobilisiert. Mit dem Zulauf aus der „Revolutionären 1. Mai Demonstration“ zusammen liefen sie direkt beim Start neben der Demonstration der Rechten mit.

Nach circa 100 Metern Richtung Johannisplatz schaffte es der Gegenprotest in fast alle Richtung, die Straßen dichtzumachen. Die Polizei räumte eine Blockade teils und kesselte eine weitere Blockade weiter hinten. Die Demonstration musste dort eine Stunde verweilen, bis sie dann umkehren mussten.

Angekommen auf dem Augustusplatz fand sich die Demonstration eingekesselt durch den Gegenprotest und musste von der Polizei geschützt werden. Nach einiger Zeit begleiteten Beamt*innen einzelne Personen der Demonstration heraus.

Direkt dahinter fand sich Bernd Ringel mit seiner Montagsdemonstration wieder. Auch diese Demonstration konnte nicht laufen und so hielt Bernd Ringel mit nur 30 Menschen seinen montäglichen Monolog ab und beendete danach diese Demonstration.

LZO Redaktion

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